Keine Mittelwände im Honigraum – geht das überhaupt ?

Kann man diese Waben schleudern und fällt der Honigertrag nicht sehr gering aus ?

Bienen haben die besondere Fähigkeit, Wachs in Form von kleinen Plättchen zu produzieren und damit ihre Waben zu formen. Ein Wachsplättchen wiegt etwa 0,8 Milligramm, so dass für ein Kilogramm Bienenwachs rund 1,25 Millionen Plättchen erforderlich sind. Die selbst gebauten Waben sind eine elementare Lebensäußerung der Bienen und sehr wichtig für die Vitalität und Gesundheit.

Wachs ist für die Bienen ein wichtiger Informationsträger

Ein Großteil der Bienensprache, der sogenannten „Bienentänze“, wird über Vibrationen der Wachswände von Biene zu Biene getragen. Das funktioniert aber eben nur dann optimal, wenn – anders als in der konventionellen Imkerei – keine zugekauften, fertigen Mittelwände eingesetzt werden. Die selbst gebauten Waben werden ein Teil des Gesamtorganismus Bienenvolk, und die Problematik mit eventuellen Rückständen der Agrochemie durch fremdes Wachs stellt sich erst gar nicht.

Der Naturwabenbau ist für sich schon ein wahrlich bezauberndes Erlebnis, und verleiht dem Honig obendrein einen besonders feinen, einzigartigen Geschmack.

In unserer Demeter-Imkerei dürfen die Bienen ihren artgemäßen Bautrieb ausleben und darum alle Waben im Naturbau formen, ohne Vorgabe von Mittelwänden. Lediglich kleine Anfangsstreifen am Holzrähmchen geben die Baurichtung vor. Danach entscheiden die Bienen selbst, wie sie ihre Waben gestalten möchten: spezielle Lagerzellen für den Honig, etwas kleinere Zellen für die jungen Arbeiterinnen, etwas größere für die Drohnen, die männlichen Bienen und deutliche größere (bis 2 cm) als Königinnenwiege.

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