Eine kurze Checkliste, DEMETER Arbeitsgruppe Bienen, Gaaden, 4. 5. April 2014

Was wird an Werkzeug und Verbrauchsmaterial für die Arbeiten am Bienenstand benötigt ?

1 Stk. Stockmeißel
1 Stk. Smoker
2 – 3 Stk. Abkehrbesen
Rauchmaterial (z.B. trockenen Buchenholzmoder, Baumschwämme, Eierkarton)
Feuerzeug und Streichhölzer
Bleistift, Notizblock, Stockkarten
1 Stk. leerer 10 – Liter Kübel mit dicht verschließbarem Deckel.
1 Stk. 5 – Liter Kanister gefüllt mit frischem Wasser

Vorbereitung für den Frühling:

Noch bevor die Arbeiten an den Bienenvölkern beginnen, sollten Verbrauchsmaterial und Beuten ausreichend vorhanden sein (Angaben pro Bienenvolk):

  • 0.5 – 1.5 kg BIO – Wachsmittelwände für Anfangsstreifen bzw. Mittelwände für den Honigraum.
  • 3 Stück Flachzargen mit je 10 Stück Rähmchen für die Erweiterung.

Die Leerzargen können auf Vorrat am Bienenstand gelagert werden. Besteht die Möglichkeit, die Leerzargen vor Regen und Sonne geschützt zu lagern, können Rähmchen mit Anfangsstreifen ebenfalls am Bienenstand gelagert werden.
Ein Zargenstapel muss allerdings mit Dach und Boden
soweit dicht verschlossen werden, dass die Rähmchen mit Anfangsstreifen weder von Bienen noch von anderen Insekten erreicht werden können.
Leere, honigfeuchte Waben dürfen keinesfalls am Bienenstand gelagert werde, da der Geruch von Honig die Bienen zur Räuberei motivieren könnte. Außerdem lockt der Geruch von frischem Honig andere Insekten wie Wespen, etc. an.

Vorbereitung für die Schwarmzeit:

Wenn ein Bienenvolk in Schwarmstimmung ist und die Weiselzellen verdeckelt sind, wird der Schwarm in Form eines Kunstschwarmes vorweggenommen und das verbleibende Bienenvolk in Ableger aufgeteilt.
Für den Kunstschwarm wird eine leere Beute benötigt, in die der Kunstschwarm nach einem Tag eingeschlagen wird. Der Kusnstschwarm kann auch gleich in der leeren Beute erstellt werden, alternativ dazu können die Bienen auch in ein Schwarmkistchen gekehrt werden.
Da der Kunstschwarm gefüttert werden muss, sollten wir in einem kleinen, insekten-dicht verschlossenem Kübel pro Kunstschwarm ungefähr 250 Gramm Futterteig bereithalten.
Teilen wir das verbleibende Bienenvolk z.B. in drei Ableger mit je drei Waben auf, benötigen wir drei zusätzliche Beuten b.z.w. Ablegerkästen.

Materialliste für ein Bienenvolk, bei dem der Schwarm vorweggenommen wird:

  • 8 Stk. Leere Flachzargen.
  • 4 Stk. Deckel
  • 4 Stk. Böden
  • 40 Stück Jumbo – Rähmchen mit Leerstreifen
  • Untergestell für Ableger und Vorschwarm (2 Stück Betonziegel 2 Stück Holzstaffel (5 x 8 x 250 cm) Regenabdeckung)
  • 250 Gramm Futterteig

Vorbereitungen für die Honigernte

Bei der Honigernte müssen ausreichend Leerbehältnisse für die Honigwaben vorhanden sein. Diese Behälter (leere Zargen) müssen unbeding insekten-dicht verschließbar sein, da es ansonnst zu Räuberei am Bienenstand kommen kann. Am Besten bereitet man leere Zargen vor, die auf einen Beutenboden mit geschlossenem Flugloch gestellt werden. Ein Deckel bleibt immer auf den Zargen und wird lediglich zum einhängen der Honigwaben angehoben.
Aus Gründen der Lebensmittelhygiene dürfen Honigwaben nicht ins Gras oder auf den Erdboden gestellt werden. Wenn Zargen abgenommen werden, muss ebenfalls ein Untergestell vorhanden sein.
Erfahrungsgemäß verkleben Abkehrbesen beim Abkehren der Bienen von Honigwaben oft mit Honig. Bei der Honigentnahme aus den Bienenvölkern sollte daher immer ein Kübel mit frischem
Wasser bereitstehen, um die Besen auszuwaschen. Damit die gewaschenen Besen in der Sonnen trocken könne, sollten immer mindestens 2 Stück, besser 3 Stück Abkehrbesen pro Person vorhanden sein. ( 1 Besen zum Abkehren, 2 Besen trocknen in der Sonne).
Der Raum, in dem die Honigwaben geschleudert werden muss insekten-dicht verschließbar sein. Um den Bedarf an Leergebinde abschätzen zu können kann davon ausgehen, dass aus einer Flachzarge mit voll verdeckelten Honigwaben in etwa 15 kg. Honig geschleudert werden.

Im Schleuderraum sollten ebenfalls 2 bis 3 leere Zargen zum Einhängen der ersten geschleuderten Honigwaben bereitstehen. Für die Lagerung der Leerwaben sollten wenn möglich um 50 % mehr Zargen vorhanden sein, als
zum Aufsetzen der Honigräume notwendig ist. Um eine Ausbreitung der Wachsmotte zu verhindern sollte eine Zarge mit höchsten 6 Waben bestückt werden. Auch hier muss wieder darauf geachtet werden, dass die Zargen mit den Leerwaben insekten-dicht aufbewahrt werden. Als Boden solcher Zargenstapel eignen sich Gitterböden mit verschlossenem Flugloch.
Da zu dieser Jahreszeit schwache Bienenvölker b.z.w. Ableger, die nicht auf mindestens 8 Jumbowaben sitzen aufgelöst werden, sollten Böden und leere Zargen in ausreichender Zahl
vorhanden sein.

Anregungen und Ergänzungen sind immer willkommen.

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