Die Entstehung von Honig beinhaltet einen langen Prozess der damit beginnt, dass die Bienen von Pflanzen und Bäumen Nektar und Honigtau sammeln, diesen mit körpereigenen Substanzen anreichern und zum Bienenstock tragen.

Ernte und Transport von Nektar

Die Bienen suchen die Honigquellen auf, nehmen Nektar und Honigtau mit dem Rüssel auf und speichern diesen in der Honigblase. Eine Honigbiene legt in ihrem Leben ca. 8.000 Kilometer zurück. Für 1 Kilogramm Honig sind bis zu 200.000 Flugkilometer notwendig.

Erstverarbeitung erfolgt im Flug

Bereits hier beginnt die Anreicherung des Nektars und Honigtaues mit en körpereigenen Stoffen der Biene und die Reduktion des Wassegehaltes. Das Wasser, das dem Nektar entzogen wird, kommt der Bienen zu gute und ist für Sie lebenswichtig.
Ein wesentliche körpereigenen Zusatzstoffe sind die Enzyme, welche die Zuchervielfalt im Nektar verändern und die Entstehung von Bakterien und Hefepilzen verhinder, wodurch Nektar und Honigtau lagerfähig werden.

Endverarbeitung im Bienenstock

Ist die Honigblase gefüllt, fliegt die Biene zum Stock zurück und übergibt den süßen Inhalt an die Stockbienen. Durch diese Übergabe kommt es zu einer weiteren Anfreichernung und Wasserreduktion des Naturproduktes. Hat der Wassergehalt cirka 30 - 40% erreicht, wird der Saft in die dafür vorgesehenen Honiglagerzellen eingelagert.

Honigtrockung und Verdeckelung

In der Nacht wird nahezu der gesamte Bienenstock auf Brutnesttemperatur aufgeheizt und mit den Flügeln wird Luft in die offenen Zellen gefächert, um den Honig zu trocknen. Wer ein Bienenstand ist bei guter Tracht in den Abend- und Nachtstunden in eine süße Duftwolke eingehüllt. Bein Besuch am Bienenstand in einer lauen Sommernacht bei Vollmond ist somit ein einzigartiges Naturerlebnis. Durch die Honigtrocknung wird ein Wassergehalt von weiniger als 20% erreicht. Die mit reifem Honig vollgefüllten Lagerzellen werden mit einer Wachsschicht luftdicht verschlossen und bilden die Futterreserve des Bienenvolkes. Wir Imker nennen diesen Vorgang "das Verdeckeln des Honigs".

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